BugiNews 01/2019 berichten über... Ergotherapie

In diesem Schuljahr (2018/2019) hat Frau Musa die Bugi News Redaktion zu sich in die Praxis eingeladen, um unserem Reporterteam zu zeigen, was in der Ergotherapie so passiert.

Unsere Eindrücke aus der Lernwerkstatt Altona:

Ergotherapie betrifft Kinder, die bei etwas Probleme haben. Die Leute, die bei der Ergotherapie arbeiten, helfen den Kindern mit Spielen und kleinen Aufgaben. Die Betreuer kriegen heraus, wie sie den Kindern helfen können.

Die Eltern werden dann im weißen Raum befragt, was die Kinder spielen, tun und mögen. Für jedes Kind hat Frau Musa ein passendes Spiel zur Übung.

Wir haben eine Fühlbox ausprobiert. Es hat Spaß gemacht, in der Fühlbox zu fühlen. Da hat man gefühlt ohne zu gucken und gesagt wie es sich anfühlt. Dann haben wir gemalt, wie es aussieht.

grafomotorik

Die Kirschkerne waren getrocknet und in einer großen Box. Das war eine tolle Massage. Es hat sich kribbelig angefühlt.

Frau Musa ist sehr nett. Es gab auch einen Boxsack für Erwachsene und Kinder.

Dort kann man rein boxen. Es war cool, weil wir sehr viel Spaß hatten.

Es gab einen Werkstatt Raum. In der Werkstatt kann man Konzentration, Ausdauer und Feinmotorik üben. Es gibt viele Werkzeuge wie Hammer und Säge.

Eltern kommen auch zu Frau Musa, damit sie lernen, wie sie ihren Kindern besser helfen können und mit ihnen üben.

Interview mit Frau Musa (FM)

BN: Wie ist es, mit den Kindern zu arbeiten?Gruppenarbeit
FM: Mir bringt das viel Spaß mit Kindern zu arbeiten. Ich mag Kinder sowieso gerne, ich habe auch selber Kinder, aber die sind inzwischen schon etwas größer als ihr.

BN: Warum kommen Kinder zu Ihnen?
FM: Kinder kommen hierher, wenn der Arzt gesagt hat, dass Ergotherapie gut ist. Ihr habt ja alle einen Kinderarzt und dort geht man hin, wenn man krank ist.

Aber manchmal geht man auch zum Arzt zur Vorsorgeuntersuchung. Da geht es einem gut, aber man geht zum Arzt, damit der man guckt, ob alles okay ist, ob man gut wächst, ob man schon die Sachen gelernt hat, die man lernen sollte mit 5 oder 6 Jahren.

Und manchmal sagt der Arzt: „Ich gebe euch mal einen Tipp: Das mit dem Hüpfen klappt noch nicht so gut oder mit dem Balancieren, oder mit der Stifthaltung oder mit dem Konzentrieren.“ Dann geht man zur Ergotherapie, denn das kann man dort super ausprobieren und lernen. Das sind so Beispiele dafür, warum Kinder manchmal in die Ergotherapie kommen.

kirschkerneBN: Wie gefällt Ihnen dieser Raum hier?
FM: (an die Redaktion): Wie gefällt euch dieser Raum hier?
Alle: GUT!
FM: Also ich bin hier total gerne und wichtig ist auch, dass die Kinder sich hier wohlfühlen.

BN: Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?
FM: In der Ergotherapie hat man mit Menschen zu tun. Mit großen und mit kleinen und mit mittleren.

Das mochte ich schon immer gerne. Ich mochte es aber auch schon immer, mich zu bewegen, Sport machen.

Und ich mochte schon immer Basteln und Handwerken und Gestalten und künstlerisch Arbeiten. Und in der Ergotherapie tut man all das: Da arbeitet man mit Menschen, man macht was mit Bewegung, und man darf was Basteln und was Bauen. Deswegen passt das super zusammen.

BN: Welche Aufgaben machen Sie mit den Kindern?
FM: Welche Aufgaben? (Wendet sich an die Kinder aus dem Reporterteam, die schon in der Ergotherapie waren). Erzählt doch mal. Ihr seid ja Experten in eigener Sache.

Reporterkind 1: Das kommt ganz darauf an, was bei den Kindern gemacht werden muss.

Reporterkind 2: Zum Beispiel bei der Konzentration. Ich muss die Konzentration üben und da gibt’s so Räume. Das sind die Ruheräume und da kann man in Ruhe arbeiten.
FM: Genau. Und bei der Konzentration da geht es auch etwas darum herauszufinden, wann du dich gut konzentrieren kannst und wann nicht so gut. Gerade auch in der Klasse.Mustererkennung und Geduld und Feinmotorik

Was gibt’s denn dort für Dinge, die einen stören, dass man sich nicht so gut konzentrieren kann? Ist es zu laut oder zu unruhig? Hat man einen guten Platz, an dem man gut arbeiten kann?

Erklärt die Lehrerin einem die Aufgaben so, dass man die gut verstehen kann? Da würde ich auch mit den Lehrern ein Bisschen arbeiten.

Reporterkind 1: Ich hatte so Probleme mit den Fingern und mit dem Stift halten und gut schreiben. Da habe ich hier einen Korb geflochten, da drüben im Werkraum. Und hier habe ich immer am Tisch gesessen und etwas geschrieben… und mich in die Kissen dort gestürzt.

BN: Was ist eigentlich Ergotherapie?
FM: Ich habe hier mal so eine kleine Menschenfigur und wir könne ja mal zusammen überlegen, was so ein Mensch kann.

Redaktionsteam: Spagat, Kung Fu, Malen, Laufen, Schreiben, Orgel spielen, Handstand machen, Hände vors Gesicht halten.
FM: Genau! Man kann aber auch ganz langweilige Sachen machen, wie Zähneputzen, sich die Schnürsenkel binden, Anziehen, Lernen, sich konzentrieren. Das alles sind Sachen, die Menschen tun können.

In der Ergotherapie geht es darum, dass – wenn man Sachen mit dem Körper, mit den Händen oder der Konzentration nicht gut machen kann – dass man übt und lernt, wie man das besser machen kann.

Heike Musa - Lernwerkstatt AltonaBN: Sind Sie mit diesem Beruf zufrieden?
FM: Ja, sehr!

BN: Danke für das Interview.